Zur Konfiguration von fli4l müssen lediglich die Dateien config/*.txt angepasst werden. Um im Nachhinein die eigenen Konfiguration mit der ausgelieferten vergleichen zu können oder um mehrere Konfigurationen verwalten zu können, empfiehlt es sich, eine Kopie des config-Verzeichnisses anzulegen und die Konfiguration in dieser Kopie durchzuführen. Ein Vergleich der Konfigurationen ist dann durch Verwendung eines geeigneten Werkzeugs relativ einfach möglich, z.B. unter *nix wie folgt:
~/src/fli4l> diff -u {config,dsl-floppy}/build/full_rc.cfg | grep '^[+-]'
--- config/build/full_rc.cfg 2007-03-22 15:34:39.085103706 +0100
+++ dsl-floppy/build/full_rc.cfg 2007-03-22 15:34:31.094317441 +0100
-PASSWORD='/P6h4iOIN5Bbc'
+PASSWORD='3P8F3KbjYgzUc'
-NET_DRV_1='ne2k-pci'
+NET_DRV_1='pcnet32'
-START_IMOND='no'
+START_IMOND='yes'
-OPT_PPPOE='no'
+OPT_PPPOE='yes'
-PPPOE_USER='anonymer'
-PPPOE_PASS='surfer'
+PPPOE_USER='ich'
+PPPOE_PASS='mein-passwd'
-OPT_SSHD='no'
+OPT_SSHD='yes'
Man sieht hier auch sehr schön, daß ein einfacher DSL-Router mit wenigen Handgriffen konfiguriert ist, auch wenn einen die Konfigurationsdateien auf den ersten Blick mit ihrer Fülle von Einstellungsmöglichkeiten erschlagen.
Da sich die Konfiguration durch das Modul-Konzept auf verschiedene Dateien verteilt, und das Bearbeiten dadurch unter Umständen etwas mühsam wird, kann man die Konfiguration auch in einer einzelnen Datei namens <config verzeichnis>/_fli4l.txt ablegen, deren Inhalt dann zusätzlich zu den normalen Konfigurationsdateien eingelesen wird und deren Inhalt dominiert. Um beim obigen Beispiel zu bleiben: Um einen einfachen DSL-Router zu konfigurieren, könnten wir einfach folgendes in diese Datei schreiben:
PASSWORD='meinpasswd'
NET_DRV_N='1'
NET_DRV_1='ne2k-pci'
START_IMOND='yes'
OPT_PPPOE='yes'
PPPOE_USER='ich'
PPPOE_PASS='mein-passwd'
OPT_SSHD='yes'
Man sollte vermeiden, beide Konfigurationsvarianten zu mischen.
Das Fli4l-Team