Unterabschnitte


2.3 Installationsvarianten

In den vorhergehenden Versionen von fli4l wurde lediglich das Booten von einer Diskette unterstützt. Im Normalfall, wenn man fli4l tatsächlich nur als Router verwendet, reicht dies auch vollkommen aus.

Aufgrund der stark angewachsenen Anzahl von möglichen (aber nicht unbedingt notwendigen!) Softwarepaketen für fli4l ist das Booten nunmehr von einer Vielzahl von Bootmedien (Floppy, CD, HD, Netzwerk, Compactflash, DoC, ...) möglich und fli4l kann auch auf diversen Medien installiert (HD, Compactflash, DoC) werden. Dazu kann fli4l auf 3 verschiedenen Wegen gebootet werden:

Single Image
Der Bootloader lädt den Linux-Kern und dann fli4l als ein einziges Image -- danach kann fli4l ohne weiteren Zugriff auf andere Medien booten. Beispiele dafür sind die Boottypen integrated, attached, netboot und cd.
Split Image
Der Bootloader lädt den Linux-Kern und dann ein rudimentäres fli4l-Image, daß die Bootmedien einbindet und die Konfiguration und restlichen Dateien aus einem dort liegenden Archiv holt. Beispiele dafür sind die diversen Floppy-Boottypen, hd (Typ A), ls120, attached und cd-emul.
Installation auf einem Medium
Der Bootloader lädt den Linux-Kern und dann ein rudimentäres fli4l-Image, das eine bereits vorhandene fli4l-Installation in sein Dateisystem einbindet und damit keine weiteren Archive auspacken muß. Eine HD-Installation vom Typ B ist ein Beispiel dafür.

Man sollte jedoch zunächst erst einmal fli4l in der 1-Disketten-Version installieren und damit Erfahrungen sammeln. Natürlich ist die Kapazität einer Diskette beschränkt. Möchte man fli4l zusätzlich als Anrufbeantworter und als HTTP-Proxy einsetzen, stößt man schnell an die Kapazitätsgrenzen einer einzigen Diskette. Für diesen Fall nun ist das Booten von Medien ohne die Größenbeschränkung einer Floppy oder die Installation von fli4l auf einer Festplatte oder eines Compact-Flash-Moduls vorgesehen. Jedoch ist die Installation auf Fesplatte etwas komplizierter, so dass man sich erst als fortgeschrittener fli4l-User daran wagen sollte. Wie gesagt: zum Betrieb als Router reicht auch weiterhin eine Diskette, Festplatten sind nicht erforderlich!

Für die Installation ergeben sich daraus die folgenden drei Varianten:

Diskettenrouter
Router auf nur einer Diskette, CD, Netzwerk - Die bisherige Installation
HD-Installation Typ A
Router auf Festplatte, CF, DoC - nur eine FAT-Partition
HD-Installation Typ B
Router auf Festplatte, CF, DoC - je eine FAT- und ext3-Partition


2.3.1 Router auf nur einer Diskette, CD oder vom Netzwerk

Alle benötigten Dateien liegen auf dem Bootmedium und werden beim Booten in eine dynamische RAM-Disk entpackt. In einer Minimalkonfiguration ist damit ein Betrieb des Routers mit nur 8 MiB RAM möglich. Die maximale Konfiguration wird nur durch die Kapazität des Bootmediums und des Hauptspeichers limitiert.


2.3.2 Typ A: Router auf Festplatte - nur eine FAT-Partition

Dies entspricht der Diskettenversion, nur dass die Dateien hierbei auf einer Festplatte liegen, wobei der Begriff ,,Festplatte`` hier auch Compact-Flash-Medien ab 2 MiB und andere Geräte, welche Linux als Festplatte ansprechen kann, mit einschließt. Seit fli4l 2.1.4 können auch DiskOnChip Flash-Speicher von M-Sys oder SCSI-Festplatten benutzt werden.

Die Beschränkung des Archivs opt.img durch die Diskettenkapazität wird aufgehoben, aber alle diese Dateien müssen in einer RAM-Disk mit der entsprechenden Größe beim Boot installiert werden. Dies erhöht den RAM-Bedarf beim Einsatz vieler Pakete.

Für ein Update der Softwarepakete (d.h. des Archivs opt.img und der rc.cfg über das Netzwerk) muss die FAT-Partition genügend Platz für den Kernel, das RootFS und die DOPPELTE Größe des opt.img haben! Falls auch die Notfall-Option genutzt werden soll, erhöht sich der Platzbedarf noch einmal um die Größe des opt.img.


2.3.3 Typ B: Router auf Festplatte - je eine FAT- und ext3-Partition

Im Gegensatz zum Typ A werden hier nicht alle Dateien in die Ramdisk gepackt, sondern bei dem erstmaligen Start nach der Installation oder nach einem Update aus dem Archiv opt.img direkt auf eine ext3-Partition kopiert und im späteren Betrieb von dort geladen. Bei dieser Version ist der Speicherbedarf für die RAM-Disk am geringsten und damit meist auch ein Betrieb mit sehr wenig RAM möglich.

Weitere Informationen zur Installation auf Festplatten finden Sie in der Dokumentation des separat herunterzuladenden Packages HD - beginnend bei der Beschreibung der Variablen OPT_HDINSTALL.

Das Fli4l-Team
3. Mai 2009