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HowTo: fli4l automatisch ein- und ausschalten
Oft läuft der Router Tag und Nacht, auch wenn man Ihn gar nicht braucht.
In Zeiten, wo Stromsparen Volkssport geworden ist sollte dies nicht sein.
Es gibt ein HowTo, das zeigt wie man 2 unbelegte Kabel des Twisted Pair nutzt. Das bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass das Kabel aufgetrennt werden muss. Außerdem muss der Router dann noch mit einen Schalter ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Eine bessere Lösung wäre, den Router automatisch einzuschalten, wenn ein Rechner im Netz eingeschaltet ist.
Dies lässt sich folgendermaßen realisieren:
Wen ein Rechner, der an einem Switch (oder Hub) angeschlossen ist, eingeschaltet wird, dann leuchtet am verwendeten Switch eine Status-LED. Dies kann zum ein- und ausschalten des Routers genutzt nutzen.
Ich habe einfach die LEDs des Switch umgebaut, so dass dieses Signal nach außen geführt wird.
Diese schalten dann ein Relais, welches den Router ein- und ausschaltet.
Achtung: (Update)
Wie ich erfahren habe gibt es bei ATX-Rechnern ein Problem:
Wenn der Rechner nur heruntergefahren wird und nicht über einen seperaten
Netzschalter ausgeschaltet wird, bleiben die LEDs am Switch trotzdem an.
Er empfängt von der Netzwerkkarte ein WOL (Weak on LAN) Signal.
Soweit ich weiß lässt sich dieses aber abschalten.
Ich denke, das ist aber nicht ganz so schlimm, denn wenn (um Strom zu sparen) der Router abgeschaltet werden soll, wird in der Regel auch der PC nach dem Runterfahren vom Netz getrennt.
Das ganze sieht so aus:
Noch ein Hinweis bevor ich mit der Beschreibung des Aufbaus beginne:
Hier wird mit 230V gearbeitet. Diese Spannung kann tödlich sein! Außerdem kann der Switch beschädigt werden.
Daher nur für Leute mit Elektronikkenntnissen geeignet.
Der Aufbau
Als erstes muss der Switch umgebaut werden.
Hierzu werden die LEDs des Switch ausgelötet und durch Optokoppler (ein Transistor der mit einer LED geschaltet wird) ersetzt.
Hinter diesen können dann die LEDs wieder angeschlossen werden.
Außerdem stellen die Optokoppler dann Signale zur Verfügung, welche z.B. über Steckkontakte rausgeführt werden.
Das Abtrennen der LEDs ist in der Regel nötig, da der Switch nicht genug Strom liefert um LED und Optokoppler zu versorgen.
Im Schaltplan ist nur ein Aufbau zu sehen.
Das ganze muss natürlich mit allen Ports des Switch gemacht werden, über die später der Router geschaltet wird.
Die benötigte Spannung für die Schaltung nehme ich von dem Steckernetzteil des Switch. Diese hat bei mir genug Leistungsreserven.
Ich habe einfach 2 Kabel (+ und -) an die Buchse des Netzteils gelötet.
Mein Netzteil hat 9V. Entsprechend hab ich die Widerstände dimensioniert.
Wird mit einer einer anderen Spannung gearbeitet, sind die Widerstände anzupassen.
Materialliste:
Ok1: | PC817 (Bezeichnung im Schaltplan falsch) |
R1: | 220Ohm / 0,25W |
R2: | 2,7kOhm / 0,25W |
Aufbau des Steckdosenschalters
Die Signale der einzelnen Ports laufen hier zusammen (Dioden verhindern das ein Signal z.B. von Port 1 in den Optokoppler von Port 2 gelangt).
Außerdem sind alle Ports durch einen Dill-Schalter ausschaltbar.
So kann hinterher noch eingestellt werden, welche Ports den Router starten können.
Das Signal gelang über einen Spannungsteiler in einen Transistor.
Dieser schaltet bei aktivem Signal durch, und schaltet die Relais (welche die 230V schalten). Der Kondensator dient als Ausschaltverzögerung.
Da die LEDs des Switch meistens auch Datenverkehr durch blinken anzeigen,
wäre das Relais ständig am flattern. Dies wird durch den Kondensator verhindert.
Außerdem geht der Router nicht sofort aus, sobald der Hauptrechner mal neugestartet wird. Nach Herunterfahren des Rechners ist der Router so noch ca. 5 sek an.
Die Zeit lässt sich durch die Größe des Kondensators einstellen:
größer -> Zeit wird länger
kleiner -> Zeit wird kürzer
Achtung im Gegensatz zu Widerständen erhöht sich die Kapazität bei mehreren Kondensatoren durch Parallelschalung, nicht durch Reihenschaltung.
Bei den von mir verwendeten Relais handelt es sich um 4V Relais.
Diese habe ich in Reihe geschaltet.
Dadurch benötige ich 8V. Das Netzteil liefert 9V.
Damit muss noch 1V an Widerständen abfallen (bedenkt das hier ein etwas größerer Strom fließt und so die Widerstände etwas mehr Leistung abkönnen müssen).
Andere Dimensionierungen sind hier natürlich möglich (z.B. ein 9V Relais mit 2 Schalter usw.). Ich verwende hier 2 Schalter (2 Relais), da es mir sicherer ist L1 und N der Steckdose abzuschalten.
Achtung:
Leerlaufdiode parallel zu den Relais nicht vergessen! (Schützt die Elektronik vor den Spannungen der Relais).
Das ganze habe ich in ein Steckergehäuse gebaut.
Dieses wird einfach zwischen die Steckdosen und den Stecker des Routers gesteckt.
Noch einmal eine Warnung:
Die Relais schalten 230V. Diese Spannung kann sehr gefährlich werden!
Das Relais muss für diese Spannung (und Strom) ausgelegt sein.
Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden jeglicher Art!
Materialliste des Steckdosenschalters:
D1-D5: | Diode (z.B. 1N4007) |
S1: | Dill-Schalter (oder andere Schalter) |
C1-C2: | gesamt ca. 440µF |
C3: | 100nF (zum Filtern kleinerer Schwingungen) |
K1,K2: | Relais (4V Betriebsspg. 230V/1-2A Schaltspg.) |
Transistor: | BC338 |
R1: | 14kOhm |
R2: | 81kOhm |
R3: | 38Ohm / ca. 1W (hängt vom Relais ab) |
Das war eigentlich auch schon alles zum Aufbau der Schaltung. Ich hoffe, dass die Anleitung ausführlich genug ist.
Wenn noch Fragen sind, dann mailt mir.
Sämtlich Bauteile sind für ein paar Euro bei Conrad oder Reichelt erhältlich.
Ich werde demnächst eine Bestellliste ins HowTo stellen, mit der dann die Bauteile einfach bestellt werden können.
McMorton 26.11.2002
Letzte Aktualisierung: 14.05.04
Für Verbesserungsvorschläge und Änderungen bin ich dankbar.








